World Quality Report 2020-2021: Die Rolle von Qualitätssicherung und Testing für die digitale Transformation

Qualitätssicherung und Testing genießen in vielen Unternehmen eine hohe Priorität. Dieser Aufgabenbereich wurde im Laufe der Zeit von einer isolierten Tätigkeit zu einem elementaren Bestandteil innerhalb der Softwareentwicklung – insbesondere im Hinblick auf die digitale Transformation. Dies unterstreicht auch der World Quality Report 2020-2021, der Anfang November in Zusammenarbeit von Capgemini, Sogeti und Micro Focus veröffentlicht wurde.

Die 12. Ausgabe dieses globalen Berichts, der Trends und Entwicklungen in der Qualitätssicherung und im Testing untersucht, zeigt deren stetige und zunehmende Bedeutung innerhalb der Unternehmen auf. Der Beitrag zum Unternehmenswachstum und zu den Geschäftsergebnissen ist demnach mit 74 Prozent Zustimmung das wichtigste Ziel für Testing und Qualitätssicherung – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber 2018.

„Die QS-Teams werden dünner als je zuvor verteilt und haben darauf reagiert, indem sie mehr mit weniger erreicht haben. Dies hat ihnen geholfen, sich auf die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie vorzubereiten, die neue digitale Transformationsinitiativen beschleunigt und die bereits laufenden verstärkt hat. Der diesjährige World Quality Report bietet einen einzigartigen Einblick, wie sich Unternehmen an die neue Normalität und die Dringlichkeit der Modernisierung anpassen. In allen Bereichen wurden Fortschritte erzielt, und unsere Kunden möchten nun die Automatisierung in ihrer gesamten Organisation ausweiten und durch verstärkte KI-Nutzung verbessern.“

Raffi Margaliot, Micro Focus Senior Vice President und General Manager für Application Delivery Management

Der WQR 2020-2021 zeigt außerdem, dass Qualitätssicherung und Testing wichtig für verschiedene strategische Ziele von Unternehmen sind, beispielsweise das Geschäftswachstum und die Zufriedenheit der Nutzer. Hier lässt sich eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung feststellen, die manchmal durch bereits aus früheren Umfragen bekannte Herausforderungen gebremst wird – dazu zählen zum Beispiel Qualifikationslücken.

Aus dem diesjährigen Bericht lassen sich unter anderem folgende Erkenntnisse ziehen:

Zunahme von agilen Methoden und DevOps-Ansätzen

Wie bereits in den letzten beiden Jahren ist auch in diesem Jahr eine starke Zunahme bei der Einführung von agilen und DevOps-Modellen zu sehen. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Steigerung der Testautomatisierung und beim Shift-Left-Ansatz, unter Verwendung von agilen Praktiken und DevOps. Hier treten allerdings auch Herausforderungen auf. Dazu gehören ein Mangel an Fachwissen im Bereich der Qualitätssicherung und die Realisierung eines hohen Anteils an In-Sprint-Automatisierung.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning spielen eine große Rolle

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) in der Qualitätssicherung hat im vergangenen Jahr ebenfalls zugenommen. So geben beispielsweise 88 Prozent der Befragten an, dass künstliche Intelligenz der am stärksten wachsende Bereich der Testaktivitäten ist. 86 Prozent betrachten KI als ein Schlüsselkriterium für die Auswahl neuer QA-Lösungen. Als eine der größten Herausforderungen bei der Anwendung von KI und ML wurden mangelnde Fachkenntnisse identifiziert, die 34 Prozent der Befragten sehen.

Testautomatisierung – mehr Kontrolle über QS-Aktivitäten erlangen

In vergangenen Ausgaben des World Quality Reports wurden immer wieder Herausforderungen im Bereich Testautomatisierung festgestellt. Die zwei wichtigsten Themen waren dabei die Häufigkeit, in der Anwendungen aktualisiert werden, und auch hier ein Mangel an Fachkenntnissen. Die diesjährige Umfrage zeigt hier eine positive Entwicklung: 68 Prozent geben an, dass sie über die erforderlichen Automatisierungswerkzeuge verfügen und 63 Prozent haben genügend Zeit für die Testautomatisierung. Trotz dieser guten Zahlen sind nur 37 Prozent der Ansicht, dass sich eine Investition in Testautomatisierung für sie auszahlt.

COVID-19: Unternehmen nutzen aktuelle Umbrüche, um ihre QS-Ansätze zu verbessern

Als Folge der Pandemie gaben 47 Prozent der Befragten an, dass man sich deutlich stärker auf die Validierung der Kundenerfahrung und auf Usability-Tests konzentrieren werde. Unterdessen sind 43 Prozent der Befragten der Ansicht, dass der Fokus auf zusätzliche und bessere Tools für die Zusammenarbeit zunehmen wird. 34 Prozent meinen, dass sie mehr Fernzugriff auf Testsysteme und Testumgebungen benötigen werden. Außerdem gibt es COVID-19-bezogene Folgen beim Thema Sicherheit: Bei 83 Prozent der CIOs und IT-Leiter haben die Bedenken bezüglich der Anwendungssicherheit in den letzten 12 Monaten zugenommen, was wohl auf den Wechsel zu Remote Work zurückzuführen ist.

Alle Ergebnisse des Reports auf einen Blick

Laden Sie sich den kompletten World Quality Report kostenfrei herunter und holen Sie sich weitere wertvolle Einblicke, Ideen und Best Practices rund um die Themen Qualitätssicherung und Testing:

Jetzt herunterladen: World Quality Report 2020-2021

Neben dem kompletten Report stehen zusätzlich Zusammenfassungen für die einzelnen Länder, die Teil der Befragung waren, zur Verfügung. Den Report für Deutschland können Sie auf dieser Seite einsehen.

Wie ist der World Quality Report 2020-21 entstanden?

Für den World Quality Report wurden in diesem Jahr 1.750 CIOs und andere leitende Technologieexperten aus 10 Branchen und 32 Ländern befragt. Der Report wird seit 2009 jährlich erstellt. Der Bericht basiert auf der Analyse von sechs Teilnehmergruppen: CIOs, VPs Applications, IT-Leiter, QS/Testing Manager, CDO/CMO und CTO Product Heads.

 

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